Dank der großzügigen Schenkung des Steirers Erich Hackl befindet sich ein römisches Relief aus dem 2. Jahrhundert nach Christus seit Kurzem im Besitz des Archäologiemuseums des Universalmuseums Joanneum und kann ab sofort dort besichtigt werden.Mehr als 100 Jahre ist es her, dass dem Universalmuseum Joanneum ein Römerstein geschenkt wurde – doch heuer war es wieder so weit. DI Baurat h. c. Erich Hackl, der Besitzer des Steines, wandte sich 2019 mit dem Wunsch, den Stein an ein Museum zu übergeben, an das Salzburg Museum. Nachdem dort der Stein als aus der Steiermark stammend identifiziert worden war, wurde über das Bundesdenkmalamt umgehend das Universalmuseum Joanneum informiert. Für den Transport nach Graz und die konservatorische Behandlung erhielt das Universalmuseum Joanneum eine Förderung des Bundesdenkmalamtes.
Das Relief wurde im letzten Viertel des 2. Jahrhunderts nach Christus angefertigt und zeigt die Darstellung einer Mänade und eines Satyrs. Ursprünglich war dieser Römerstein Teil eines großen Grabmonumentes, von dem sich ein weiterer Block am Pfarrhof von Lind bei Spielberg erhalten hat. Das römische Marmorrelief befand sich bis in die 1950er-Jahre in Lind bei Spielberg und war seither im Privatbesitz von Erich Hackl.
„Die Schenkung von Erich Hackl bereichert unsere Sammlung um ein spannendes römisches Relief, das die Rezeption von Motiven aus dem Mittelmeerraum bis nach Noricum eindrucksvoll belegen kann. Es war uns ein Anliegen, diesen Römerstein in unsere Ausstellung im Lapidarium des Archäologiemuseums zu integrieren“, so Barbara Porod, Chefkuratorin der Provinzialrömischen Sammlung. Die Neuerwerbung kann mittlerweile im Lapidarium in Schloss Eggenberg besichtigt werden.
„Ich freue mich, dass der geerbte Römerstein nun wieder seiner Heimat zugeführt werden konnte“, erklärt Erich Hackl.